Dienstag, 3. Juni 2014

Pinscherwellness in Ratzeburg



Nicht nur, dass der Pinscher ein erfahrener ist, sein Abbild schmückt auch schon seit Jahren den Internetauftritt des Veranstalters. Der Hund ist mittlerweile souverän sowohl im Draisine, als auch im Konferenzrad und im Drachenboot fahren lassen. Bestes Wetter und ausreichend Personal verhießen auch am letzen Wochenende wieder Pinscherwellness erster Klasse. 



Nach der Ankunft am Bahnhof in Ratzeburg ging es dann auch gleich los. Getrieben von einem feuchtfröhlichen Jungesellenabschied in der Folgedraisine Pumpte das Personal die Draisine von Bahnübergang zu Bahnübergang. Bremsen, Warnweste an, Flagge raus, Schranke hoch, Draisine rüber, Schranke runter, Schranke hoch, Flagge rein, Warnweste aus, pumpen, pumpen, pumpen.... Alles unter Kontrolle - aber vielleicht doch lieber auf irgend einen Arm zu Actionkraulen?



Pause in Schmilau, hier kann man schön picknicken und dabei Fahrradkuriosa ausprobieren. Danach - das Megakraulen! Im Zentrum des Konferenzrades gibt es Kraulzugriff für alle Mitfahrer. 




Bei der Farchauer Mühle beginnt das Elend. Dieses Mal nicht nur für den Pinschergeschmack. I Fons, I Pads, Fotoknipsen und ähnliches wandern in die Tonne, in die wasserdichte Tonne. Der gemeinhin als wasserscheu geltende Pinscher wäre sicher auch gerne hinein gestiegen, aber bei 21 Personen Besatzung war die Tonne schnell voll und das Drachenboot lag satt im Wasser. Sehr satt, wie wir auf dem See feststellen mussten. Kleine weiße Schaumkronen auf den Wellen von denen ab und an eine ins Boot schlug. Noch nie sei sie gekentert, niemals, japste unsere Reisebegleiterin mit Schweißperlen auf der Stirn im Heck des Bootes. Ich hoffte nur, dass niemand in Panik aufsteht. Der Pinscher stand - bis zu den Knien im Wasser. Nach 4 von 5 Seen zeichnete sich ab, dass unsere Reiseleitung auch dieses Mal nicht kentern würde, zumindest dann nicht, wenn sich die Schicksalsrudergemeinschaft beim Anlegen nicht wie in einem soeben gelandeten Ferienflieger verhalten würde. Tat sie zum Glück nicht. 




Noch etwas Sonne tanken - Kuchen am Dom und eine kleine Wanderung zum Hotel in Römnitz. Es gab kein Schnitzel. Wie doof, wenn man sich den ganzen Tag auf ein Schnitzel gefreut hat. Cup Denmark gab es ohne flüssige, heiße Schokoladensauce - Cup Denmark ohne flüssige, heiße Schokoladensauce ist doof!
Nun das positive: Das Fischfilet war vorzüglich und der Blick vom Balkon über den See grandios.




Frühstück - Abmarsch! Achja, Frühstück auch positiv. Pinscher und Mannschaft tapperten gemütlich am Ostufer des Ratzeburger Sees entlang. In Rothenhusen Kaffee und kein Kuchen. Kuchen gebe es erst ab 15:00 Uhr und es sei erst 14:30 Uhr, so der Kellner. Ein Gespräch mit dem Chef des Kellners veränderte den Sachstand. Mit einem Passagierdampfer fuhren wir zurück nach Ratzeburg. Mit einem pünktlichen vollen Zug zu einem nicht pünktlichen volleren Zug und schließlich zum ortsansässigen Inder. Hier gab es auch keine Schnitzel - aber immerhin Hühnchen für den Pinscher.